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Liberalix 02.2020 - CIPA Grengewald

An- und Umbau CIPA Gréngewald.
Ein fader Beigeschmack

In der Sitzung vom 08.05.2020 stimmte der Gemeinderat über den An- und Umbau des CIPA Gréngewald ab. Hierbei handelt es sich um den Anbau für an Demenz erkrankte Bewohner. Unter anderem werden hier zusätzlich 4 Zimmer, eine Therapieküche, ein Fitnessraum, Aufenthaltsräume und Umkleiden für das Personal gebaut. Auch wird das Restaurant vergrößert und den heutigen Maßstäben angepasst.

An sich ein sehr schönes Projekt, das sich auf etwa 10.000.000 EUR beläuft. Wir haben uns aber enthalten, da ein Punkt für uns einen eher faden Beigeschmack enthält und wir nicht unsere Zustimmung geben konnten.

Der Großteil der Investition wird vom Familienministerium mit bis zu 70% subventioniert. Die Gemeinden, die auch im CIPA vertreten sind, sollen sich ebenfalls an den Kosten beteiligen.

In einem Brief verlangte das Familienministerium, der Firma INCA aus Niederanven keine Aufgaben der Koordination und Leitung des Projekts zu übertragen. Diese Firma befasst sich bereits über das Architektenbüro mit einigen Punkten in diesem Projekt. Dies muss jedoch, laut Ministerium, eine unabhängige Firma sein. Daraufhin wurde dem Ministerium die Firma NEWTEAM aus Niederanven vorgeschlagen. Diese wurde dann vom Familienministerium, ohne weitere Überprüfung, angenommen und der Subventionierung schriftlich zugestimmt. 

Die DP Niederanven hat in dieser Angelegenheit recherchiert um wen es sich bei der Firma NEWTEAM handelt. Der Gesellschafter von NEWTEAM ist auch ein Gesellschafter von INCA. Adresse, Telefonnummer, Faxnummer, Mailadresse, Internetauftritt sind identisch. Es handelt sich um eine Firma (mit 3 Mitarbeitern) in der Firma INCA. Dies kann sicherlich nicht im Sinne des Familienministeriums sein, die ein unabhängiges Unternehmen verlangte und wir hegen die Befürchtung, dass die Subventionierung (Honorar für NEWTEAM) in Höhe von 110.000 EUR, nicht ausbezahlt werden könnte.

Das Ganze mag vielleicht juristisch in Ordnung sein und dies “sei ebenso in Luxemburg“, wie ein Gemeinderat der Majorität verlauten ließ. Wir finden diese Situation jedoch mehr als unglücklich.